AG Bienen

Insektenhotel in der Hartmannstraße aufgestellt

Die Stadtbau Würzburg, eine Wohnungsbaugesellschaft, hatte im Schuljahr 2015/16 die Idee, ein Wildbienenhotel in einer der Wohnanlagen in der Zellerau aufzustellen. Wir, die Klasse 5g, sagten unsere Mitarbeit zu. Zusammen mit der Umweltstation Würzburg gingen wir das Projekt an. Zuerst gingen wir zur Umweltstation um uns zu informieren. Was sind Wildbienen eigentlich? Wie viele gibt es? Warum soll man sie schützen? Viele Fragen wurden beantwortet und wir durften auch auf dem großen Gelände dort Bienen und andere Insekten fangen und in Becherlupen anschauen. Jetzt wissen wir, dass es zum Beispiel über 500 Arten von Wildbienen in Deutschland gibt  und die meisten alleine leben.  Die winzigsten unter ihnen sind nur 2 mm groß und ganz unauffällig oder lässt sie uns mit Fliegen verwechseln. Andere Arten sehen der Honigbiene des Imkers ähnlich.  Und wieder andere sehen aus wie eine Wespe. Die Bienen haben ganz unterschiedliche Wohnungen:  Manche Bienenart baut sie im flachen Boden, in Böschungen oder in Steilwänden, andere mörteln Lehmnester ungeschützt an Steine, wieder andere nutzen für ihren Nachwuchs Löcher in Baumstämmen  oder graben bzw. beißen die viele Zentimeter langen Niströhren selbst. Leider sind die Wildbienen gefährdet, denn viele Plätze, an denen sie früher Wohnungen bauten, gibt es nicht mehr. Weil aber ohne Wildbienen aus Blüten keine Früchte werden, sind sie sehr nützlich. Deshalb bauen immer mehr Menschen den Bienen eigene Hotels. Weil wir das nach dem Besuch in der Umweltstation jetzt erst richtig wussten, waren wir umso mehr bei der Sache, als wir an der Schule die Wohnungen für die Bienen bauten. Wir bohrten Löcher in Baumteile, steckten Papierröhrchen in Dosen oder formten Lehmziegel mit Löchern. Die Woche darauf kam dann der große Tag und wir fuhren in die Zellerau und sortierten unsere kleinen Wohnungen in das große Wildbienenhotel. Wer gerade vorbei kommt, kann es sich ja mal anschauen in der Hartmannstraße! Und wer nicht so weit laufen will – im Schulgarten gibt es auch eines! 

Text und folgende Erklärungen: Gartengruppe mit Frau Kaisinger

Insektenhotel / Wildbienenhotel

Was ist ein "Insektenhotel"?
Ein Insektenhotel dient Insekten als Überwinterungs-, Nist- und Überlebenshilfe. Es kann in unterschiedlichen Größen und Formen gestaltet werden. So reicht eine mit Löchern versehene Baumscheibe bereits aus, um z. B. Wildbienen Unterschlupf zu bieten. Oft umfasst der Maßstab eines Insektenhotels jedoch mehrere Stockwerke und ,,Zimmer’’ auf ca. zweimal einem Meter. Dabei sollte das Innenleben des Bauwerkes möglichst abwechslungsreich sein, um den unterschiedlichen Ansprüchen der einzelnen Arten gerecht zu werden.

Die Zimmer im Insektenhotel
Kleine "Hotels" können aus nur einem ,,Zimmer’’ bestehen, so dient bspw. ein mit Löchern versehenes Holzstück oder ein Bündel Schilfhalme schon als Nisthilfe und Winterruhe für Insekten. Es gibt aber auch große Kästen, die aus vielen solcher ,,Zimmer’’ bestehen. Dazu wird ein Holzrahmen mit Unterteilungen angefertigt, die dann mit verschiedenen Naturmaterialien und porösen Backsteinen gefüllt werden.
Beim Bau eines Hotels muss darauf geachtet werden, dass Vögel das Füllmaterial nicht herausziehen können, um die Insekten zu fressen. Auch sollte das Füllmaterial ungiftig und das Holz für den Rahmen nicht mit chemischen Holzschutzmitteln behandelt sein. Die Zimmer müssen trocken und witterungsgeschützt sein, also sollte das Hotel überdacht stehen oder selbst ein regenschützendes Dach haben. Es ist wichtig, dass das Hotel der Sonnenseite zugewandt steht, so dass die Insekten genügend Wärme bekommen.

Warum benötigen Insekten "Hotels"?
In den letzten Jahrhunderten hat der menschliche Eingriff in die Natur stark zugenommen. So werden z.B. Felder vermehrt mit Pestiziden behandelt, Grünflächen besiedelt, Gewässer begradigt oder trockengelegt und es herrscht ein schrecklicher Ordnungsdrang (nicht nur) in Garten, Wald und Natur. Diese Eingriffe durch den Menschen führen unter anderem dazu, dass für Insekten immer weniger Lebensraum übrig bleibt. Das ist eine wichtige Ursache für das Verschwinden vieler Arten. Dagegen soll das Insektenhotel zumindest einen kleinen Teil des verlorenen Lebensraums ersetzten. Viele Insekten, die in den künstlichen Nisthilfen ihr Zuhause finden, sind oft bedrohte Arten. Alle Arten sind zudem nützlich, da sie Pflanzenschädlinge fressen oder Blüten von Bäumen oder Blumen bestäuben. Mit am wichtigsten sind dabei die Wildbienen.

Gibt es viele Insekten, haben auch Vögel mehr zu fressen. Das hilft wiederum, bedrohte Vogelarten zu halten

 

Wer zieht ein im Insektenhotel?

  • Der erste Gast ist meistens die Rote Mauerbiene. Sie ist am wenigsten wählerisch und nimmt sowohl die Öffnungen in Ziegelsteinen wie auch Bohrlöcher im Holz an.
  • Die angebohrten Holzklötze werden von folgenden Arten gewählt: Löcherbiene, Scherenbienen, Blattschneiderbienen, Maskenbienen.
  • Markhaltige Stängel mögen die Keulhornbiene, einige Mauerbienenarten, die Maskenbienen und die Blattschneiderbienen.
  • Morsches Holz ist attraktiv für Blattschneiderbienen, die blaue Holzbiene und die Pelzbiene.
  • Lehmbauwerke werden von den Pelzbienen, der Seidenbiene und der Maskenbiene bezogen. 

AG Bienenhonig

Frau Scheuplein-Bellmann hat keine Angst!
Erste Honigernte (Juni 2011)

Herr Kornberger, unser Imker, zeigt den Schülern den angstfreien Umgang mit den Bienen.

Die Schüler der Bienengruppe schleudern unter Anleitung von Herrn Liedtke Honig und füllen diesen in Gläser ab. LECKER!