Netzwerk Heuchelhof: Jeder gehört dazu

Unsere Schule – vernetzt am Heuchelhof

 

Gleich zu Beginn des Schuljahres 2015/16 führte die Mittelschule Heuchelhof unter der Leitung von Barbara Shatry, Klassenleiter Peter Landeck und der Klasse 8g unter dem Titel „Intervention im Quartier“ eine Kunstaktion durch.

 

Es sollte die Vernetzung der an der Schule beteiligten Personen intern sowie nach außen mit vielen Partnern im Quartier deutlich gemacht werden. Mit Hilfe von bunten Fäden und Schnüren entstand in wenigen Tagen ein beeindruckendes farbkräftiges Netzgebilde, das das Brunnenrondell vor der Schule gestaltete und an vielen weiteren Stellen am Heuchelhof aufgegriffen und weitergesponnen wurde.

 

Zwischen Bäumen wurden zwei stabilisierende Seile gespannt, die die Schüler und Schülerinnen mit Hilfe von bunten Fäden "vernetzten". Die Gestaltung unterlag keinem vorgegebenen Muster, sondern wurde von der spontanen Entscheidung der Kinder und Jugendlichen im Verflechtungsprozess getroffen.

 

Das Projekt wurde als ein inklusives Projekt durchgeführt, die Technik war für jedes Kind und Jugendlichen umsetzbar.

 

Damit eine „Vernetzung“ auch innerhalb der Schulfamilie aktiv erlebbar gemacht werden konnte, wurden weitere Mitglieder der Schulfamilie wie z.B. Eltern eingebunden.

 

Das „Netzwerk“ wurde bis ins Quartier, zwischen die Hochhäuser, weitergeflochten und über die „Grenzen“ des Schulareals geführt. So wurden auch die Bewohner des Heuchelhofs, der Nachbarschaftsschulen wie die Grundschule, das Körperbehindertenzentrum, der angrenzende Kindergarten oder die beiden Kirchengemeinden eingebunden.

 

Für die Schüler, die am Projekt beteiligt waren, ergaben sich bei der Arbeit immer wieder interessante und spannende Situationen, wenn vorbei kommende Passanten entweder spontan ihre Mithilfe anboten, Wolle zum Flechten spendeten und die „Sache“ lobten. Es gab aber auch Kritik, der die Schüler ausgesetzt waren, wie: „Was macht ihr da für einen Blödsinn?“ und „So eine Verschwendung der schönen Wolle...“

 

Aber auch das gehört ja zum Projektlernen: Sich auseinandersetzen, Widerstände erfahren, Lob bekommen und am Schluss ein faszinierendes Ergebnis bewundern können.

 

G. Leitner

Hinweis der Redaktion:

Da die Bilder so farbenprächtig und eindrucksvoll sind, haben wir uns entschlossen, alle in der nachfolgenden Galerie zu veröffentlichen.