Schüler bauen Hütten für den Reichenberger Weihnachtsmarkt

Die Schülerfirma der Mittelschule Heuchelhof, bestehend aus Schülern der 8g, 9g und der Werkgruppe der 10. Klasse, fertigte Verkaufsbuden für den Reichenberger Weihnachtsmarkt. Begleitet wurde das Pojekt von Herrn Liedtke und Herrn Riepel.

 

Natürlich war auch die Schülerfirma beim Weihnachtsmarkt mit von der Partie. Es gab selbst Gebasteltes, Schneeballen und alkoholfreien Glühwein. Der Weihnachtsmarkt in Reichenberg fand am Sonntag, 1. Dezember, um 13 Uhr statt.

 

Im Folgenden wird der dazu erschienene Artikel der MainPost vom 30.11.2013 mit freundlicher Genehmigung abgedruckt:

Foto: Wilma Wolf (Mainpost)

Eine Zierde mit Eigenwert

 

Erbaut von Schülern: Hölzerne Verkaufsbuden für den Reichenberger Weihnachtsmarkt

 

Alle Jahre wieder – am ersten Advent weihnachtet es um das Reichenberger Rathaus herum. Heuer erstrahlt der kleine Weihnachtsmarkt in besonderem Glanz. Erstmals werden hölzerne Verkaufsbuden den Weihnachtsmarkt, der alljährlich am ersten Adventssonntag stattfindet, zieren.

Donnerstag, 15 Uhr: Nieselregen kommt vom grauen Himmel, die nasse Kälte kriecht in alle Poren und lässt einen frösteln. Auf dem Platz zwischen evangelischer Kirche und Seniorenwohnen machen sich Jungen der Klasse 8g der Mittelschule Heuchelhof zu schaffen. Mit vereinten Kräften schleppen sie schwere Holzteile von einem Hänger auf den Platz. Einige stemmen Dachelemente auf hölzerne Seitenwände. Andere sind mit dem Akkuschrauber zu Gange, damit die Konstruktion hält.

Die Idee zu den hölzernen Verkaufsbuden hatten zwei Frauen. Weil die Sanierung des Rathausplatzes jüngst abgeschlossen wurde und die Ortsmitte nun attraktiver macht, sollte auch der Weihnachtsmarkt verschönert werden. „Der Weihnachtsmarkt wäre viel schöner, wenn er richtige Buden hätte“, dachten sich die stellvertretende Bürgermeisterin Judith Tewes und Rosi Spitzig von der Gemeindeverwaltung.

Bei Bürgermeister Karl Hügelschäffer stießen die Beiden auf offene Ohren. Bereits im Herbst 2012 gab er bei der Schülerfirma der Mittelschule Heuchelhof einen Prototyp in Auftrag. Mit Eifer machten sich zwölf Jungen aus drei Ganztagesklassen an die Arbeit. Sozialpädagoge Oliver Liedtke und Fachlehrer Rudolf Riepel unterstützten sie dabei.

Zunächst ging es an die Planung, berichtet Schulleiter Bernd Kellner. Es wurde gemessen und alles genau aufgezeichnet. Material vergleichen, eine Einkaufsliste erstellen, Preise in den Baumärkten vergleichen, kalkulieren – all das stand auf dem Programm. „Wie bei einer richtigen Firma eben“, sagt Kellner.

Und einen gewissen Anspruch hatte der Auftraggeber auch: Die Buden sollten aus einzelnen Holzelementen bestehen und leicht auf- und abbaubar sein. Gesagt, getan. Nachdem der Prototyp beim Weihnachtsmarkt 2012 seine Feuertaufe bestand, ging die Schülerfirma im Oktober 2013 in die Serienproduktion von weiteren fünf Buden.

„Im Werkunterricht haben wir immer wieder gebaut“, erzählt Roman Zimmermann. „Das hat richtig Spaß gemacht, weil es etwas war, was sogar ein Grobmotoriker machen kann“, meint Marvin Smital. Und weil es ein tolles Gefühl ist, mit Holz und im Team zu arbeiten. Auch für die Berufsfindung habe das Projekt sehr geholfen, berichten die Beiden. Roman Zimmermann will auf jeden Fall einen Handwerksberuf ergreifen, Schreiner oder Metallbauer.

„Diese Arbeit wurde nicht für eine Schulnote gemacht, die dann im Archiv verschwindet“, erklärt der Schulleiter. Sondern das Ergebnis habe einen Eigenwert. Das Produkt werde wirklich gebraucht und die Schüler bekommen Geld dafür. Das soll jetzt für die Ausgestaltung des Pausenhofes verwendet werden.

Auch Kellner lobt die Teamarbeit. Viele Schüler hätten sogar Freizeit dafür geopfert, damit die Buden rechtzeitig fertig wurden.

„Eine solche Ausstrahlung der Motivation auf das Alltagsleben ist für uns Pädagogen wünschenswert und sehr erfreulich“, sagt Kellner. Und natürlich wird auch die Schülerfirma beim Weihnachtsmarkt am Sonntag mit von der Partie sein. Es gibt selbst Gebasteltes, Schneeballen und alkoholfreien Glühwein, verrät der Schulleiter.

 

Quelle: Mainpost

 

Tische für den Schulgarten

 

 

In unserem Fall haben wir diese Mittel sinnvoll genutzt, um unseren Schulgarten mit Schulbänken auszustatten. Hierfür haben Schüler der Klasse 8 b in Kooperation mit dem Berufsbildungswerk Don Bosco tolle Holztische gebaut.

Im Rahmen eines einwöchigen Praktikums einer Schülergruppe aus der 8. Klasse wurden in der Schreinerwerkstatt von Don Bosco am Schottenanger sieben wetterfeste Tische aus Lärchenholz für die Sitzgruppe im Schulgarten gezimmert. Initiiert wurde dieses Projekt von der Schulgartengruppe unter der Leitung von Lehrerin Elisabeth Scheuplein–Bellmann. Schreinermeister Bruder Oswald vom Berufsbildungswerk Don Bosco legte dabei viel Wert auf die Bildung von Kopf, Herz und Hand. Die Schüler Stefan, Simon und Eduard aus der achten Klasse gaben ihr Bestes. Die Geometrie-Kenntnisse vom Unterricht konnten sie dabei ins Praktische umsetzen. Außer Konzentration, Aufmerksamkeit und Kraft waren vielerlei Fertigkeiten von Nöten: Planung, Übertragen der Maße auf die Holzbretter, Zusammensetzen der Bretter, Schrauben und Lasieren usw. Am Ende der Praktikumswoche waren die Schüler von ihrer Arbeit selbst begeistert. Doch ohne den Idealismus und das pädagogische Geschick des Meisters, Bruder Oswald, wäre dies nicht möglich gewesen.