Umweltschule

Wir sind alle vernetzt - Grund- und Mittelschule auf der Landesgartenschau in Würzburg

Am 26.04.2018 waren die Grundschule und die Mittelschule Heuchelhof bei schönem, wenn auch windigem Wetter Gast im Pavillon von stadt.land.wü. auf der Landesgartenschau. „Wir sind alle vernetzt!“, das war das Motto des Beitrags, und so waren fast 160 Schülerinnen und Schüler der Klassen vier bis 10 zum Hubland gefahren.

 

Nicht alle wussten vorher, was die Landesgartenschau überhaupt ist und was sie erwarten würde. Aber dann arbeiteten doch alle tatkräftig mit. Den Anfang machte die Klasse 9g, dann kamen die 5g, die 5a, die 7b, die 7g und die 6g. Im Pavillon gab es vier kurzweilige selbst erstellte Filme, die die Grund- bzw. Mittelschule vorstellten und vor denen immer Schüler saßen. Die Mädchen und Buben der Umwelt-AG der Grundschule waren als Bienchen und Imker verkleidet, und nicht wenige Besucher blieben interessiert bei der liebevoll aufgebauten Bienenausstellung stehen. „Bienen im Schulgarten“- das war manchem interessierten Besucher neu. Aber wir kennen das schon: Schleudert die Grundschule den Honig, so bereiten unsere Arbeitsgruppen im Fach „Soziales“ viele verschiedene Köstlichkeiten aus den Äpfeln unserer Streuobstbäume, die ohne die Bienen im Netzwerk Natur nicht so reiche Ernte bringen würden. Einige Gläser Apfelgelee fanden schnellen Absatzbei den Besuchern.

 

Der Blickfang, das Auffälligste unseres Auftrittes, war unsere Kunstinstallation. Wir webten(woben?) sie als Netz aus verschiedenfarbiger Wolle unter dem Motto „Wir sind alle vernetzt!“ Wir meinten damit die Vernetzung der Schule mit anderen Institutionen auf dem Heuchelhof und in der Stadt, die Vernetzung der Schulgemeinschaft und die Vernetzung der Menschen insgesamt. Sogar mancher Besucher beteiligte sich mit Vergnügen am Knüpfen und wurde so Teil des Netzwerks. Schade nur, dass die Installation wieder abgebaut werden musste! Das übernahm die Klasse 8a aus der Waltherschule.

 

Ein weiterer Höhepunkt dieses abwechslungsreichen Tages war sicher der Auftritt der Klasse 6g mit Liedern, die nicht nur zum Mitsingen und Klatschen animierten, sondern in ihren Texten zeigten, wie vieles Schöne, aber auch Trauriges alle Menschen gleichermaßen bewegt. „Wir wollten noch länger bleiben!“, das war das Fazit vieler Schülerinnen und Schüler an diesem Tag.

Bettina Kaisinger

Staunen über Ressourcenverschwendung

Am Mittwoch, 21.3.2018 lief im Mehrweckraum in Blöcken zu je zwei Schulstunden die Multivisionsshow "REdUSE", an der alle Klassen im Haus teilnahmen.

 

Herr Simonis vom Verein "Die Multivision" brachte uns mit Fachbegriffen wie "reduce", "reuse", "recyle", "upcycling", "Ressourcen", "Earth Overshoot Day" und "Nachhaltigkeit" auf einen hohen Informationsstand über die Lage auf unserer Erde.

 

Wir erfuhren, dass , wenn wir weiter so viele Ressourcen (=Rohstoffe) verbrauchen wie im Moment, eigentlich drei Erdbälle nötig wären.

 

Da wir aber nur eine Erde haben, muss die Verschwendung eingedämmt werden. Der Verbrauch und das Wegwerfen von Sachen darf nicht immer so weiter wachsen, wenn die Erde in Zukunft noch für alle Menschen ausreichen soll.

 

Wir müssen also über unseren Konsum nachdenken und auch darüber, wie wir mit dem Abfall umgehen. Am besten, wir produzieren weniger davon (reduce) oder wir benutzen Sachen länger (reuse) oder, wenn schon Abfall, dann recyceln, also wiederverwerten.

 

Dass es in diesem schwierigen Themenbereich viele Unsicherheiten und Fragen gibt und jeder sich beim umweltbewussten Handeln zuerst an die eigene Nase fassen und sein eigenes Verhalten ändern muss, ist an diesem Tag wohl jedem klar geworden.

 

Spontan haben sich Schüler und Lehrer bereit erklärt, Aktionen zu starten, die aus dem Betroffensein ein Handeln werden lässt. Vielleicht könnt ihr demnächst an dieser Stelle etwas über Handyrecycling und den Start einer Kleidertauschbörse lesen. Wir bleiben dran.

G. Leitner 22.3.2018

Renovierung des Schulteichs

Das Besondere an unserem Projekt:

 

 

Der Teich im Schulgarten ist in die Jahre gekommen. Durch Wettereinflüsse, Verschmutzung und zu dichtem Pflanzenbewuchs war die Teichfolie undicht und durchlöchert. Das muss geändert werden, denn der Teich ist eine Bereicherung für den Garten und ein kleines Biotop in einem Stadtteil, der wenig Wasser- oder Feuchtflächen hat. Im alten Teich lebten Libellen, diverse Wassertierchen, sonnten sich eine Eidechse und eine Ringelnatter auf den Steinen , die den Teich umgrenzten. Für Vögel und andere kleine Säugetiere wie den Igel war der Teich nicht nur ein Platz zum Trinken. Vögel und kleine Raubsäuger fanden auch Nahrung in den Insekten, Asseln und anderem Getier. Es wird jahrgangsübergreifend mit einer 6. Klasse und einer 9. Klasse gearbeitet. Da die Mittelschule Heuchelhof eine Schule mit Profil Inklusion ist, sind auch Kinder mit besonderem Förderbedarf dabei. Außerdem arbeitet ein Fachmann von außen als Experte mit, so lernen gerade die Neuntklässler die Berufe Gärtner bzw. Garten- und Landschaftsbauer hautnah kennen. Für die Sechstklässler ist die Arbeit am Teich eine Möglichkeit, das Lehrplanthema „Wasser“ zu vertiefen. Nicht zuletzt ist der Teich eine Bereicherung für alle Klassen, die den Schulgarten als Raum zum Ausruhen oder Entspannen nutzen.

 

Wir möchten Steine aus der Region um den Teich als Umrandung legen und eine Verbindung zu unserer Kräuterschnecke und dem Steinhaufen in der Nähe des Teiches bilden. Teich, Kräuterschnecke und Steinhaufen sollen eine Einheit bilden und das Biotop für sonnenliebende Tiere erweitern. Der Teich soll bepflanzt werden, dabei ist angedacht, geschützte Pflanzen einzusetzen. Es werden auch noch einige Geräte benötigt, die zum Säubern des Teiches dienen.

 

„Danke, danke, danke, danke!“ an alle Schülerinnen, Schüler, Eltern, Verwandte, Bekannte, Freunde und Förderer unserer Schule von Österreich bis nach Schleswig-Holstein!  Wir haben dank Ihrer und Eurer Stimmabgaben bei der Sparda-Spendenaktion über 600 Stimmen erreicht. Damit ist auch die Finanzierung der Pflanzen um unseren Teich gesichert. Bis jetzt sieht er ja noch etwas trübe aus, aber bald können wir weitermachen. Danke auch an die Spardabank, die diesen Wettbewerb  jedes Jahr auf´s Neue anbietet.

 

B. Kaisinger, 2017 

Tolle Idee: Mülltonnen im Pausehof begrünen

Grün, grün, grün sind alle meine Tonnen

 

Seit letztem Jahr stehen die großen Mülltonnen auf dem Pausenhof, die Herr Landeck mit seiner Klasse gebaut hatte. Jetzt hat der Semesterkurs Garten der 8g beide noch begrünt. Damit sehen sie nicht nur noch schöner aus, sondern es haben auch die Bienen aus dem Schulgarten noch ein paar Blüten mehr, die sie anfliegen können. Aber keine Angst! Die Bienen werden nicht in Massen erscheinen und sie werden auch  niemandem etwas tun! 

 

B.Kaisinger; 06/2017

Reste verwerten für die Umwelt

Auch kleine Ideen helfen weiter

Bild 1: 

Im November 2016 bekamen wir von der Firma OBI die Reste von vielen Blumenzwiebeln zum absoluten Niedrigpreis. Daraus wurde ein bunter Hingucker am Eingang zur Schule und ein willkommener Frühjahrsschmaus für unsere Bienen.

Bild 2:

Im Schulgarten müssen jedes Jahr die Gewürzkräuter geschnitten werden. Die abgeschnittenen Teile der Kräuter kann man in der Schulküche im Fach „Soziales“ wieder verwerten. Das gibt dann zum Beispiel die Grundlage für Pesto oder Salbeihonig.

Bild 3 und 4:

Rote Rüben, Zwiebelschalen, Petersilie und vieles mehr, das in der Küche anfällt, kann man für´s Ostereierfärben noch gut verwenden. Es macht etwas mehr Arbeit, aber auch sehr viel Spaß. Man glaubt garnicht, welche schöne Farben dabei entstehen!

Bild 5:

Nicht so wie auf dem – mit gekauften Farben, sondern mit Farben aus übrig gebliebenen Lebensmitteln! Das macht auch viel mehr Spaß.

Bild 6:

Was macht man mit alten Holzkisten? Verbrennen? Wegwerfen?

Nein, daraus werden Kisten, in denen man Kartoffeln anbauen kann, wenn die Beete in unserem Garten zu voll sind.

Wie macht man das?

Unten in die Kiste kommt Stroh, darauf Erde. Die Kartoffeln legt man in die Erde, dann wird mit wieder mit Erde bedeckt . Jetzt muss man nur noch immer wieder anhäufeln, gießen und warten …

Ein Handy für den Gorilla

„Wir helfen den Gorillas“, „Helft mit sammeln!“: Diese Aufrufe gestalteten die Schülerinnen und Schüler der Klasse 6g der Mittelschule Heuchelhof in der Woche vom 20.03. bis 24.2. 2017. Sie wollten aufmerksam machen auf ihre Sammelaktion alter und funktionsuntüchtiger Handys, die sie zusammen mit der Zoologischen Gesellschaft Frankfurt (ZGF) starteten.

Text: 6g und B. Kaisinger

Jedes Mobiltelefon enthält eine Fülle wertvoller Metalle wie Gold, Zinn, Kupfer, Silber und andere mehr. Diese Rohstoffe können recycelt und wieder verkauft  werden und stehen dann als Material für neue Geräte zur Verfügung. Es wäre doch schade, wenn diese Rohstoffe weggeworfen würden, dachte die Klasse 6g und  machte sich an die Arbeit. Die ZGF stellte für die Sammelaktionen Kartons und Informationsmaterial bereit und organisiert mit einem Recycling-Partner nach der Sammelaktion die Weiterverwertung der Handys. Der Erlös der Aktion fließt in Wildschutzprojekte in der ganzen Welt. Die Mädchen und Jungen der 6g interessierten sich besonders für ein Gorilla-Projekt im Kongo. Und so teilte sich die Klasse in vier Gruppen und opferte an zwei Tagen ihre Pausen, um in der Aula die Handys einzusammeln, die ihre Mitschüler von Zuhause mitbrachten. Zwei Wochen zuvor hatten sie zusammen mit einem weiteren Studenten alle Klassen über die Aktion informiert, so dass genügend Zeit zum Sammeln war. Nicht nur Schüler, sondern auch Lehrer und Verwandte der Kinder beteiligten sich und gaben bereitwillig Geräte ab, die sonst nur zu Hause gelegen hätten. Akkus und Speicherkarten wurden entfernt und falls nicht alle Daten gelöscht worden sein sollten, so garantiert die Recycling-Gesellschaft die endgültige Löschung.  Zwei volle Kartons waren der Lohn für die Sammler, die per Post nach Frankfurt geschickt wurden. Wie es weiter geht? Nun, die fleißigen Mädchen und Jungen werden am Ball bleiben und nachfragen, was aus dem „alten Zeugs“ geworden ist. Schließlich beginnt Naturschutz mit jedem einzelnen, der bereit ist, auch nur eine Kleinigkeit beizutragen.

 

Fast schon selbstverständlich?

Wir sind wieder „Umweltschule Europas“, und das zum 15. Mal in Folge!

Im Schuljahr 2015/16 haben zahlreiche bayerische Schulen aller Schulformen an der Auszeichnung "Umweltschule in Europa / Internationale Agenda 21-Schule" teilgenommen. Im Herbst 2016 überreichte Umweltministerin Ulrike Scharf den Umweltschulen in Nürnberg in einer Feierstunde Urkunde und Flagge. Herzlichen Glückwunsch an alle Umweltschulen!

 

Wer mehr wissen will, hier der Link zum Bayerischen Landesbund für Vogelschutz, der bei der Aktion Umweltschule federführend ist: http://www.lbv.de/lernen-erleben/schule/umweltschule.html

MSH wird zum 13. Mal in Folge zur Umweltschule Europas gekürt

Rektor Kellner mit Frau Scheuplein-Bellmann, Frau Shatry und Staatsministerin Ulrike Scharf

Am Donnerstag, 20. November 2014 hat die Mittelschule Heuchelhof zum 13. Mal in Folge den Titel  "Umweltschule in Europa - Internationale Agenda 21-Schule" verliehen bekommen. Die bayerische Staatsministerin für Umwelt- und Verbraucherschutz Ulrike Scharf überreichte in einer Feierstunde den Preisträgern aus Unterfranken die begehrte Auszeichnung samt Urkunde.

Nach 24 Jahren auf dem Trockenen: „Forumquelle“ am Heuchelhof führt wieder Wasser

13. September 2013

 

Für die Schüler und Schülerinnen der Mittelschule am Heuchelhof war es eine Sensation, als unter Anwesenheit des Oberbürgermeisters am ersten Schultag der Brunnen vor ihrem Schulhaus in Betrieb genommen wurde.

 

Für die Anwohner des Heuchelhofs dürfte es ebenfalls eine Sensation sein. Denn der Brunnen, die „Forumquelle“, wurde vor 26 Jahren gebaut, seine Kuppel von dem Künstler Rainer Krämer-Guille gestaltet. Tatsächlich sprudelte das Wasser aber nur zwei Jahre lang. 24 Jahre hingegen lag die metallene Kuppel der Forumquelle auf dem Trockenen. Für den Rektor der Mittelschule Heuchelhof, Bernd Kellner, wie auch die Schüler sehr schade, denn traditionell werden den Kindern die Schulzeugnisse am Brunnen überreicht.

 

Dank des Einsatzes der Brunnenbeauftragten Monika Funcke-Auffermann ist es nun gelungen, den Brunnen wieder zum Laufen zu bringen. Allerdings musste die Forumquelle aufgrund eines Baufehlers erst instand gesetzt werden, die Kosten übernahm die Stadtbau Würzburg GmbH, die Arbeiten die Firma Martin.

 

Am ersten Schultag wurde der Brunnen schließlich offiziell in Betrieb genommen von Oberbürgermeister Georg Rosenthal, Schulleiter Bernd Kellner, Hans Sartoris (Stadtbau GmbH), Quartiersmanagerin Hermine Seelmann, Kulturreferent Muchtar Al’Ghusain, der Brunnenbeauftragten Monika Funcke-Auffermann und den Schülern von vier neuen Schulklassen und ihren Eltern.

 

Text und Fotos: Stadt Würzburg / Claudia Penning-Lother

Müllsammelaktion

Heldenhafter Einsatz im Gebüsch ohne Rücksicht auf Verluste

Am 22. März rückten Schülerinnen und Schüler der Klassen 7g (Frau Waldhorn) und 9a (Frau Scheuplein-Bellmann) aus, um in festgelegten Bereichen des Heuchelhofs einen Frühjahrsputz durchzuführen. Ausgerüstet mit Greifzangen und Gelben Säcken schreckten sie vor keiner "Sauerei" zurück, stiegen in Gräben und Gebüsche, suchten auf Wegen und unter dem Laub, um den Heuchelhof nach dem langen Winter wieder ein Stück sauberer zu machen.

 

Die Schüler waren beeindruckt, wie viel Müll unterschiedlichster Art nach zwei Stunden Sammeln sich anhäufte. Vor allem Glas und Glasscherben, viel Plastik- und Papiermüll, aber auch Metallgegenstände, Essensreste und Sondermüll wurden zusammengetragen.



Den Sammlern wurde auch ohne moralischen Zeigefinger bewusst, dass gedankenlos irgendwo hingeworfene Abfälle nicht nur die Umwelt belasten, sondern auch für das Recycling verloren gehen.

Die Müllsammelaktion wurde dokumentiert mit Fotos und Berichterstattung durch die Main-Post.



Es versteht sich von selbst, dass für flüssige und feste Stärkung gesorgt und so für den körperlichen Einsatz der Kräfteausgleich gesichert war.

Es ist vollbracht! Erfolgreiche Müllsammler nach getaner Arbeit.