transkulturelles Theaterprojekt

TAKE PLACE - Wartesaal ZUKUNFT

Zum Stück

Elf junge Menschen sind auf der Suche nach dem Weg in "DIE ZUKUNFT". Sie kommen aus verschiedenen Ländern, haben bereits einen Weg hinter sich gebracht. Wer sind sie? Was haben sie gemeinsam?

Sie kommen in einen Wartesaal. Dort steht ein Türhüter und bewacht das Tor "ZUR ZUKUNFT". Der Türhüter ist sehr mächtig und verheißt noch mächtigere Türhüter jenseits des Tores. In genauen Befragungen beschäftigt er die Ankommenden und gibt ihnen das Gefühl, die Hoffnung, einen Schritt näher an "DIE ZUKUNFT" heran zu rücken.

So warten die Menschen auf den Tag, an dem sie Einlass bekommen werden. Darüber vergehen Tage und Jahre.

In der Zwischenzeit lernen sie sich kennen, und das Leben findet genau dort in der Gegenwart statt, im "Wartesaal ZUKUNFT". Sie finden so etwas wie - Freundschaft. 

Da hat einen junge Frau eine Idee...

Werden sie es mit vereinten Kräften schaffen, sich einen Weg durch die Tür in "DIE ZUKUNFT" zu bahnen?

Geht es nur gemeinsam, eine Zukunft zu finden, oder muss jeder alleine bleiben? Was passiert, wenn sie durch die Tür gehen? Wie mächtig sind die Türhüter? Was finden sie jenseits dieser Tür?

 

Zur Entstehung

An 16 Nachmittagen haben sich 12 Schüler*innen der Mittelschule Heuchelhof auf der Basis des Textes "Vor dem Gesetz" von Franz Kafka mit den Fragen beschäfigt: Wer bin ich? Wer bist du? Was können wir zusammen sein? Was sind unsere Wünsche für die Zukunft?

Die Schauspieler*innen arbeiteten mit der Regisseurin Daniela Scheuren autobiografische Geschichten aus und entwickelten in Improvisationen und Bewegungsübungen gemeinsam Szenen, die zu einer Collage, diesem Stück zusammengefasst wurden.

 

Die Aufführungen

Am 9. Mai fanden im Tanzraum des JUZ zwei fulminante Vorstellungen statt, die von vielen Klassen der Schule begeistert gesehen und aufgenommen wurden.

Alle Mühen, Zweifel, Stresssituationen und Unsicherheiten waren nach den erfolgreichen Aufführungen vergessen. Die sehr großen Anforderungen an Text-Gedächtnis, Sprech-Performance und Körper- und Bewegungsgefühl meisterten die Schauspieler*innen bravourös. 

Die drei Wochen täglicher Probenarbeit haben sie zu einer mutigen starken und lebendigen Gruppe zusammenwachsen lassen.

 

Applaus, Applaus!

 

Georg Leitner

 

P.S.: Die Arbeit wurde gefördert vom Programm "Demokratie leben" des Bundesfamilienministeriums.

Literaturunterricht mit „Learning through the Arts“

Die Ballade „Die Brück’ am Tay“ von Theodor Fontane

Mittelschule Heuchelhof (Klasse M8) Im Zeitraum vom 4. – 19. Dezember 2017 fanden in der Klasse M8 der Mittelschule Heuchelhof LTTA-Einheiten zur Ballade „Die Brück’ am Tay“ von Theodor Fontane statt. LTTA ist eine Methode, bei der Künstler und Lehrkräfte gemeinsam im Unterricht den Stoff vermitteln. Durch die besonderen Fähigkeiten der Künstler, wird der Unterricht durch Schauspiel, Tanz, Musik o.Ä. bereichert.

Das Unterrichtsvorhaben wurde im Voraus durch die Lehrkraft mit der Schauspielerin Daniela Scheuren durchgesprochen. Mit einer Textarbeit zum Thema „Entwicklung der Eisenbahn“ begannen im Rahmen des Deutschunterrichts die Vorarbeiten zur ersten Einheit. Am folgenden Tag ging es weiter mit dem eigentlichen Thema „Die Brück’am Tay“. Diese Brücke befindet sich in Schottland. Sie war zur Zeit der Industrialisierung die längste Brücke der Welt und stürzte durch einen Orkan nur wenige Jahre nach der Errichtung ein. Da sich zur Zeit des Unglücks ein Postzug aus Edingburgh auf der Brücke befand, starben dabei viele Menschen.

Am 6.12.2017 fand dann die erste LTTA-Stunde mit Daniela Scheuren statt. Mit spielerischen und schauspielerischen Übungen wurde uns die Ballade von Fontane, die sich genau mit diesem Eisenbahnunglück beschäftigt, verständlich nahe gebracht.  Wir machten Übungen, bei denen wir verschiedene Emotionen mithilfe unseres Körpers darstellen sollten, erstellten Standbilder zum Thema und verkleideten uns, um besser in die verschiedenen Rollen reinschlüpfen zu können. Nachdem uns Daniela die Ballade frei und aus verschiedenen Perspektiven vorgetragen hatte, sollten wir Worte oder Satzteile, die wir uns bei dem Vortag gemerkt hatten aufschreiben. Aus diesen Bruchstücken rekonstruierten wir die Reihenfolge der Handlung, indem wir uns mit unseren Blättern an einer Linie aufstellten. Anschließend übten wir mehrmals das betonte und theatralische Vortragen der Bruchteile.

Im weiteren Verlauf der Woche arbeiteten wir weiter an der Ballade und übten das klanggestaltende Lesen. Außerdem lernten wir die Eigenschaften einer Ballade kennen.

Am 13. Dezember stand die zweite Einheit mit Daniela an. Da stellten wir die Handlung der verschiedenen Strophen in Kleingruppen mit Bewegungen nach und führten uns diese gegenseitig vor.

Am 19. Dezember sprachen wir die Ballade nochmals mit verteilten Rollen im Klassenverband.

Der Abschluss erfolgte durch das Aufsagen der Ballade nach den Weihnachtsferien.

Wir bedanken uns bei allen, die uns das möglich gemacht haben, vor allem bei Daniela Scheuren!

 

Schüler*innen der Klasse M8 (3/2018)

LTTA - Learning Through The Arts (Lernen durch die Künste)

Die ersten Teilnehmer im Haus sind die Schülerinnen und Schüler der Klasse M7 mit ihrer Lehrerin Bettina Durchholz. Im Oktober 2017 starten sie in das spannende Projekt.

Was ist LTTA?

LTTA ist ein ganzheitliches Bildungsprogramm, das seinen Ursprung in Kanada hat. Dabei geht es darum, dass Lehrkräfte mit Künstlern in ihren Klasse kooperieren. Gemeinsam werden Unterrichtssequenzen ausgearbeitet und gehalten um den Schülerinnen und Schülern mit dem „Lernen durch die Künste“ einen vielfältigeren Zugang zu neuem Lernstoff zu ermöglichen. Der LTTA-Unterricht findet nur in den Kernfächern (Mathematik, Sprachen, Natur- und Gesellschaftswissenschaften) statt.

Es geht nicht darum den Schülern mehr Wissen über die Kunst oder über Künste wie Tanz, Theater usw. zu vermitteln. LTTA hat keinen Projekt- oder Eventcharakter sondern soll ein langfristiges und tragfähiges Programm sein.

Bei LTTA dienen die Künste selbst als Antriebskraft um sich mit neuem Lernstoff offen und interessiert auseinanderzusetzen und diesen dann zu verstehen und langfristig zu behalten.

Der ganzheitliche Ansatz dieses Bildungsprogramms unterstützt die Persönlichkeitsbildung der Schülerinnen und Schüler und bahnt wichtige Schlüsselkompetenzen an. Kreatives Denken, Improvisationsvermögen, Ausdrucksfähigkeit, Toleranz, Selbstorganisation, Ausdauer oder die Fähigkeit Initiative zu ergreifen sind wesentliche Kompetenzen, die unsere Schüler in der heutigen Gesellschaft benötigen. LTTA macht Lernen für die Schüler leichter, weil es zeigt: Lernen macht auch Spaß. Lernen gelingt nur dann, wenn wir dazu bereit sind, wenn wir offen sind für neue Lerninhalte. Die Künste fungieren als Türöffner zu neuen Wissensräumen.

 

Weitere Infos unter: http://www.ltta.de/

LTTA - wie funktioniert das und wer bezahlt das?

LTTA vernetzt Schule mit Kunst, Kultur und Universität.

Die Lehrkräfte, die mit ihrer Klasse am LTTA-Programm teilnehmen möchten, durchlaufen eine dreijährige Fortbildung an der Universität Würzburg. In diesen drei Jahren werden die Lehrkräfte so weit fortgebildet, dass sie selbst viele LTTA-Elemente in ihren Unterricht integrieren können.

 

Pro teilnehmende Klasse mit Lehrkraft kostet das Programm 1500 Euro im Jahr (d.h. 4500 Euro für das komplette Programm).

 

Diese 1500 Euro beinhalten folgende Leistungen für die Schule:

  • Fortbildung einer Lehrkraft
  • Kooperation mit Künstlern in der Klasse (3 mal im Schuljahr für je 3-4 Stunden)
  • 2 mal im Jahr Präsentation von einem internationalen Mentor-Artist an der Schule
  • Schulhausinterne Lehrerfortbildung zu LTTA, an der alle Lehrkräfte der Schule teilnehmen können

 

Nach den 3 Jahren kann die LTTA-Lehrkraft weiterhin mit Künstlern für 1100 Euro jährlich kooperieren.

Durch die großzügige Spende des ROTARY-CLUBS Würzburg ist das erste Jahr finanziert! Vielen Dank!

Mehr über Rotary: 

 

Rotary, das sind 1,2 Millionen engagierte Männer und Frauen weltweit, die internationale Freundschaften pflegen, nach ihren sozialen Grundsätzen leben, und gemeinsam dort anpacken, wo Hilfe benötigt wird. Wir ergänzen uns durch unsere unterschiedlichen kulturellen und beruflichen Hintergründe und handeln vereint nach unserem Motto „Service Above Self – Selbstloses Dienen". 

Weitere Informationen unter: https://www.rotary.org/de/about-rotary